Studienfahrt Straßburg

Vom 30.06.-02.07.2022 begaben sie die Klassen 11 und 12 auf Studienfahrt nach Straßburg

Am Donnerstag, den 30.06.2022 trafen sich alle Klassen in der Schule um anschließend die Fahrt nach Straßburg anzutreten.

Die Hinfahrt nach Straßburg klappte ohne größere Probleme und gegen Abend konnten die Zimmer in unserer tollen Unterkunft bezogen werden.

Gestärkt vom Frühstück in unserem Hotel starteten wir in unseren zweiten Tag. Heute stand ein Besuch bei der Congrégation des Soeurs de la Charité de Strasbourg (Kongregation der Barmherzigen Schwestern von Straßburg) auf dem Plan. Dort wurden wir herzlich mit Getränken und frischen Hefezöpfen empfangen. Anschließend durften wir einem äußerst interessanten Vortrag über die jahrelange Geschichte der Schwestern in Straßburg zuhören. Der Besuch endete mit einem festlichem 3-Gänge Menü, zu dem die Schwestern uns eingeladen haben. Es ging weiter zu unserem nächsten Abenteuer, einer Stadtführung. Wir waren alle sehr von Straßburg begeistert und die Stadtführung stellte für uns eine große Bereicherung dar. Nach diesem Erlebnis können wir auf alle Fälle eines versichern: Straßburg ist immer ein Besuch wert!

Am Samstag stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. Wir folgten der Einladung des MdEP Rainer Wieland im Europaparlament in Straßburg. Schon das Gebäude war architektonisch beeindruckend. Innen oval und von außen rund.

Herr Wieland beantwortete all unsere Fragen, gewährte uns einen Einblick in seinen Arbeitsbereich und kam auch auf aktuelle Fragen wie die Aufnahme der Ukraine in die EU zu sprechen. Es ging aber nicht nur um seine politischen Positionen. So sagte er, dass er jungen Menschen, wenn er um einen politischen Rat gefragt werde, immer sage: „Fragen Sie mich, hören Sie mir zu, aber glauben Sie mir nichts“. Diese Aufforderung, sich eine eigene Meinung zu bilden, verknüpfte er mit dem Rat, als junger Mensch möglichst viele Praktika zu machen, um Erfahrungen zu sammeln – so habe er regelmäßig Praktikanten in seinem Büros in Brüssel und Straßburg. Von solchen Erfahrungen, so Wieland, profitiere man sein Leben lang.

Anschließend führte Herr Wieland uns durch sämtliche Fraktionssäle. Sehr beeindruckend war der große Plenarsaal.

Mit vielen Eindrücken traten wir dann am Samstag die Heimreise an.

Besuch bei einem „Helden“

„Helden“ sind das Rahmenthema des diesjährigen Seminarkurses der Klasse 12 des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in St. Josef. Am Samstag, den 14.Mai, machten sich die teilnehmenden Schülerinnen zusammen mit Frau Nagel und Herrn Bertenrath nach Königsbronn auf.

Ziel der Exkursion war die „Georg-Elser-Gedenkstätte“ am Brenztopf in Königsbronn. Georg Elser, der in Königgsbronn aufgewachsen ist, platzierte im November 1939 eine Bombe im Hofbräukeller in München- mit dem Ziel, Hitler und die Führungsriege der Nationalsozialisten zu töten. Mehrfach hat er in den Verhören nach seiner Verhaftung zu Protokoll gegeben, er habe den Krieg verhindern wollen. Elser, 1903 geboren, hatte als Kind den Ersten Weltkrieg erlebt und sah eine neuerliche Katastrophe auf Deutschland zukommen, die er unbedingt verhindern wollte. In monatelanger Vorbereitung setzte er seinen Plan in die Tat um. Die Bombe kam zur Explosion, verfehlte Hitler, der vor der Säule, die zugunsten der Bombe in wochenlanger Arbeit für die Bombe ausgehöhlt worden war, um eine knappe Viertelstunde.

Wenig später wurde Elser verhaftet, verhört und ins KZ gebracht. Er lebte dort bis April 1945, als er – wie andere politische Häftlinge, etwa Dietrich Bonhoeffer – erschossen wurde, als klar wurde, dass es zu dem geplanten Schauprozess gegen ihn nicht mehr kommen würde.

Wie heldenhaft die Tat Elsers aus heutiger Sicht auch ist, wie mutig, sich in einer gleichgeschalteten Diktatur – allein – den Machthabern entgegenzustellen, so sehr verwundert, wie lange es gedauert hat, bis Königsbronn den Sohn ihrer Stadt als Helden mit einer Gedenkstätte geehrt hat. Nur dem Engagement eines Lehrers und der rührigen Arbeit eines von ihm gegründeten Arbeitskreises ist es zu danken, dass in Königsbronn 1998 – fast 60 Jahre nach Elsers Tat – die Gedenkstätte eröffnet werden konnte.

Die Interessante Führung, die uns dort angeboten wurde, ließ uns nicht nur den Mut des schwäbischen Widerstandskämpfers nachempfinden, sondern konfrontierte uns immer wieder mit dem momentan in Europa herrschenden Krieg – und den Anzeichen für den heraufziehenden Konflikt in den letzten Jahren, die in ihrer Bedrohlichkeit lange Zeit aber nicht erkannt worden waren.

Noch ganz unter dem Eindruck, wie Geschichte sich wiederholen kann, klang der Ausflug am Itzelsberger See aus, bevor wir wieder zurück nach St. Josef fuhren.

Kooperation PH Schwäbisch Gmünd und St. Josef 2022

Unter dem diesjährigen Motto „Relax – Du kannst mit Stress umgehen“ haben PH-Studierende des Studiengangs Gesundheitsförderung ein Übungsprogramm mit den 11er Klassen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums von St. Josef umgesetzt. In vier Einheiten erlernten die Schülerinnen und Schüler die Ursachen von Stress, Selbstwirksamkeit, Zeitmanagement und welche soziale Unterstützung sie erhalten können. Am Ende der erfolgreichen Trainingseinheiten erhielten die Teilnehmer eine Urkunde von den Studierenden und ihrer Dozentin Frau Gillé.

PP-Projekt

Im Rahmen des Projektunterrichts in Pädagogik/Psychologie haben die Schüler der beiden 11er Klassen eine Bedarfserhebung von Schülern mit Hörschädigungen im täglichen Schulunterricht vorgenommen. Frau Voges und Frau Schlecht, zwei Studentinnen der HfG Schwäbisch Gmünd im Studiengang Kommunikationsdesign, haben diese Bedarfserhebung mitbegleitet und anschließend mit den Schülern ausgewertet. Sie haben sich dazu entschlossen einen Filmbeitrag für Lehrer an Regelschulen zu erstellen, um auf die Problematiken eines Schülers mit Hörschädigungen hinzuweisen. Für die Dreharbeiten haben Frau Voges und Frau Schlecht den PP Unterricht des SG von St. Josef genutzt. Frau Wengert und die Schüler der beiden 11er Klassen durften erfahren, wie die Projektidee nun in die Praxis umgesetzt wurde. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit dem Video und Frau Voges und Frau Schlecht weiterhin alles Gute für ihr Studium!