Geschichte

Geschichte der Hörgeschädigtenbildung in Schwäbisch Gmünd

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Um das Jahr 1750 (also noch vor den Anfängen von Samuel Heinicke in Leipzig und Abbé de l'Epée in Paris) wurden in Schwäbisch Gmünd durch einen Franziskanerpater Gehörlose in der Lautsprache unterrichtet.
Doch erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die gehörlosen Schüler öffentlichen Prüfungen unterzogen.
gesch2 Im Jahr 1807 begann der katholische Stadtpfarrer Thomas Kratzer mit dem regelmäßigen Unterricht für Gehörlose aus dem Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd. Haupt- und Prüfungsfächer waren Religionslehre, Lesen, Schreiben, Rechnen und Sachunterricht.
gesch3 Im Jahr 1811 übernahm Johann Leonhard Alle, ein Gmünder Seilermeister und Mädchenschullehrer, den Unterricht bei gehörlosen Kindern. Bereits im Jahr 1817 wurde Alle's Privatschule durch den württembergischen König Wilhelm I. verstaatlicht und in "Königlich Württembergische Taubstummenanstalt" umbenannt.
gesch4 Nach mehreren Umzügen wurde die Schule in das Gebäude Bocksgasse 31 verlegt.

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Im Jahr 1825 übernahm der evangelische Stadtpfarrer Dr. Viktor August Jäger die Leitung der Einrichtung.
gesch6 Sein Nachfolger (ab 1839) war der evangelische Stadtpfarrer Karl Friedrich Hermann Wagner. Wegen Platzmangel in der Staatsanstalt unternahm Stadtpfarrer Wagner viele Versuche zur Gründung einer "Filialanstalt für taubstumme Kinder".
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Im Jahr 1868 wurde nach Überprüfung und mit Genehmigung der "Königlichen Kommission für Erziehungshäuser" die "Filialanstalt St. Josef" gegründet. Der Träger der Schule war die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Schwäbisch Gmünd, die Aufsicht und Leitung oblag dem Vorstand der Königlich Württembergischen Taubstummenanstalt.

gesch8 Bereits ein Jahr später, im Jahr 1869, wurde das neue Schulgebäude in der Katharinenstraße 16 eingeweiht.
gesch9 Durch die ständig steigenden Schülerzahlen war das Schulgebäude bald zu klein. Im Jahr 1902 wurde der erste Erweiterungsbau bezogen.
gesch10 Im Jahr 1911 wurde die Schule selbständig. Schon ein Jahr später mußte wieder angebaut werden. Es entstanden der Ostflügel mit dem Haupteingang und der Westflügel mit der Kapelle.
gesch11 Im Jahr 1930 wurde der Kindergarten eröffnet. Es war der erste Kindergarten für hörgeschädigte Kinder in Südwestdeutschland.
gesch12 Im Jahr 1940 wurde die Einrichtung beschlagnahmt. Die Schule wurde bis 1946 nach Rottenburg verlegt.
gesch13 Im Jahr 1965 übernahm die Schule den Auftrag der Frühförderung hörgeschädigter Kleinkinder.
gesch14 Im Jahr 1966 wurde das baufällig gewordene Schulgebäude abgebrochen. Ein neues Schulgebäude wurde gebaut und 1969 eingeweiht.
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Im Jahr 1989 wurde die Realschulabteilung eröffnet. Dies machte zusätzliche Klassen- und Fachräume erforderlich.


Der Erweiterungsbau wurde im Juli 1998 eingeweiht.

 

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